MATTHIAS NEUMANN

L I C H T T Ä N Z E

Fotografien von Matthias Neumann

Matthias Neumann, geboren 1960 in Frankfurt/Main,
studierte an der Musikhochschule in Essen und Berlin
und ist seit 1991 Bratschist im Sinfonieorchester Wuppertal.
Schon früh entwickelte er Interesse an Bildender Kunst,
insbesondere an der Fotografie.
Er beschäftigte sich intensiv mit der klassischen s/w Fotografie
und der künstlerischen Farbfotografie. Matthias Neumann,
bekannt durch seine traumartigen, archaischen Landschaften
„Verwischungen“, studierte 2005/2006 an der Fachhochschule
Bielefeld bei Katharina Bosse Fotografie. Den Anregungen
dieses Studiums ist es zu verdanken, dass Neumann seine Motive
auf den Menschen erweitert hat. Er zeigt im Rahmen des 3jährigen
Ausstellungsprojektes „Zeit zu sehen“, eine thematisch zweigeteilte
Fotoarbeit, mit dem Titel „Lichttänze“. Seine Abschlussarbeit
des Studiums, eine Portraitserie von 18jährigen MusikernInnen,
die bei dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vorspielen.
Die Bilder der jungen KünstlerInnen mit Instrument entstehen
jeweils vor und nach der 20minütigen Prüfung vor der Jury.
Sie zeigen sowohl die Konzentration und Anspannung vor dem
Vorspiel, als auch die Anstrengung und Erleichterung danach.
In dieser sehr sensiblen Fotoserie zeigt Neumann sein
Einfühlungsvermögen für die jungen Musiker und beweist
seine Ausdrucksfähigkeit und technische Perfektion als Fotograf.
Den zweiten und weit zahlreicheren Teil der Ausstellung, bilden
die „verwischten Menschen“. Matthias Neumann übernimmt seine
eigenwillige Technik der Landschaftsfotografie, Kamerabewegung
und Langzeitbelichtung, für die Menschendarstellung. Es entstehen
poetische Formen, Farben und Strukturen, die dem/der BetrachterIn
kein individuelles Abbild einer Person zeigen, sondern einen
allgemeineren, abstrakten Eindruck von Menschsein und
Menschenausdruck vermitteln.Es ist Matthias Neumann gelungen
seine fast malerisch, grafisch anmutenden Landschaftsdarstellungen
in wundervolle Menschenskizzen von wesenhafter Deutlichkeit zu übertragen.