VIVIANA GUASCH

WANDERUNG der GEFÜHLE

Fotos und Malerei von Viviana Guasch

Viviana Guasch wurde 1959 in Buenos Aires, Argentinien geboren. Nach dem Abitur am deutschen Pestalozzi Gymnasium, unternahm sie 1979 – 1982 eine Studienreise nach Los Angeles, Kalifornien. Anschließend folgte eine einjährige Reise durch Europa. Nach dieser Reise ließ sie sich 1984 in Deutschland nieder. In den Jahren 1992 – 1996 studierte sie freie Malerei an der Alanuser Kunsthochschule. Seitdem ist sie freischaffende Malerin, Dozentin und Kuratorin. Lebt und arbeitet in Bonn und Barcelona.

DAS AUSSTELLUNGSKONZEPT von Viviana Guasch

“Meine Beziehung zur Kunst, zur Malerei ist der Innere Prozess der in mir stattfindet.
Anstelle eines möglichst genauen Abbildens der realen Welt ist die Umsetzung inneren Erlebens getreten.”

Die Fotografien, die in diesem Projekt von Viviana Gausch verwendet werden, dokumentieren ihre Vergangenheit in Buenos Aires, Argentinien, wo sie 19 Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Sie entwickelt ihre künstlerische Arbeit aus der Beziehung zu den abgebildeten Personen. Es ist eine fotografische Reise in die 50er, 60er und 70er Jahre in Buenos Aires. Sie dokumentieren die Zeit bevor sie geboren wurde und die Zeit nach ihrer Geburt, eine intime familiäre Geschichte die Stimmungen, Gefühle, Erinnerungen und Wünsche in ihr hervorruft.

“Mein Vater, ist in Deutschland geboren und meine Mutter ist Tochter direkter italienischer Einwanderer. Beide haben sich in Argentinien kennen gelernt.”

Sie schaut sich die Fotos an und beginnt zu reisen in die äußere (Land, Heimat, Familie) und in die innere Welt (Gedanken und Gefühle). Es entwickelt sich ein Dialog zwischen den gemalten Bildern und den Fotografien. Es entsteht eine Wanderung von Gefühlen, Gedanken, Träumereien die in ihre Arbeiten einfließen.

“Die Malerei wird zum Kampf zwischen Leidenschaft und Ratio. Das Bild wandelt sich ständig, die Farbe bekommt eine Form dann ist es abgeschlossen und ich gebe es frei.”

Sie ist Subjekt und Objekt zugleich. Erkenntnis und Sinnsuche motivieren sie, ihre kreative Kraft die sie aus der Auseinandersetzung schöpft bildet den Mittelpunkt ihres Lebens und da fühlt sie sich zu Hause. Das intensive Beobachten und Sehen der kulturellen und gesellschaftlichen Konditionierung, beschäftigt sie sehr in der Phase der Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte und der Zukunft.

Die Bilder entstehen mit formalen Mitteln der Malerei. (Farbe, Form, Linien, Fläche, Struktur). Sie stehen in Beziehung zu den jeweiligen Fotografien. Eine Wanderung zwischen Vergangenheit und Zukunft, von Gedanken und Gefühlen, die sich als Ergänzung und Einheit der beiden Kunstformen versteht.

“Die Malerei wirkt für mich in diesen Arbeiten viel direkter und näher als die Fotografie. Die Kamera ist wie ein Pinsel, nur der Auslöser bin ich.”